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 3 - MS WIEN

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Salzwasserfahrten auf MS WIEN

Band 51 - Band 51 - Band 51Jürgen CoprianSalzwasserfahrten  (3) mit MS WIEN und MS NORMANNIA

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ISBN 978-3-00-033140-4

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Jürgen Coprian 

Salzwasserfahrten - 3 -

Westküste Süd mit MS "WIEN"

Inhalt:

Vorbemerkungen des Autors zur Seefahrt damals          ..….... Seite 6

Schiffsdaten WIEN  ..……………………………………...….……Seite  22

Ausreise auf der WIEN nach Westküste Süd          ….....….…………ab Seite  23

1962/63 von Hamburg über den Atlantik – Bunkern in Willemstad –

durch den Panama-Kanal in den Pazifik – Häfen an Westküste Süd:

Buenaventura – Manta – Guayaquil – Paita – Pimentel – Chimbote –

Chancay – Callao – Pisco – Matarani – Ilo – Arica – Iquique – Antofagasta –

Huasco – Valparaiso – San Antonio

WIEN Heimreise von Westküste Süd nach Hamburg      ..….ab Seite  89

Jürgen Coprians Lebensweg vor der Seefahrt   ..…....................ab Seite  122

Jürgen Coprians Schiffe und Fahrzeiten   ………................….….ab Seite  129 


 Leseprobe:

Die Kellerkinder ziehen Kolben.  Sind mächtig am Wühlen.  Die letzte Chance vor der Küste drüben.  Wie gesagt, die meisten Häfen sind Schwellhäfen und die Liegezeiten besonders kurz.  Und wenn die Maschinesen beim Kolbenziehen sind, dann lassen sie es gern alle andern spüren an Bord.  Dann haben alle – auch die Ings bis hoch zum Zweiten – einen besonders stark mit schwarzem Öl verdreckten Overall an und sind übermäßig verschwitzt und machen auf gereizt.  Auch, wenn sie in den Pausen schnaufend an der Kombüse stehen und sich die kalten Biere reinzischen.  Und diesmal ist’s nicht nur ein Kolben, sondern auch die Buchse noch dazu.  Und dann noch dazu die Bunkerei.  Ein Höhepunkt der Reise.  ‚Vor nix hamse so'n Bammel wie vor ei’m Overflow.’  Also heute geht man den Jungs besser aus dem Weg.

Der Rosanka erzählt mir später mal, dass da immer ganz bewusst ’ne Menge Show drum gemacht wird.  Womit also wieder mal die umfassende Wichtigkeit dieser Gesamtinstitution Maschine deutlich zum Ausdruck gebracht ist.  Man muss wissen, dass die aus dem Fettkeller allesamt seit mindestens hundert Jahren tief darunter leiden, dass sie sich diesen Job ausgesucht haben.  Unbestritten – hart ist es ja, so ständig in Hitze, Lärm, Ölgestank, dazu der ewig schwarze Dreck und sonstige Schmierkram.  Was aber das Ego der Maschinesen am meisten schmerzt, das ist dieses nachgeordnet sein.  Auch nicht der allmächtigste Chief hat das letzte Sagen an Bord, nein auch der hat stets den Kapitän als ‚Master next God’ noch über sich und muss sich dem unterordnen.  Und das fuchst die allesamt, und deshalb haben sie alle diesen Komplex von wegen Benachteiligung und so...

Die Ursache dieser Geschichte ist Geschichte und geht zurück auf die Anfänge der Dampfschifffahrt im frühen neunzehnten Jahrhundert.  Als damals zwei maschinenbegeisterte Nautiker bei ihren allerersten Versuchen mit einer Dampfmaschine auf einem umgerüsteten Segelschiff herum experimentierend sich darauf einigten, dass einer von ihnen sich ausschließlich um die Maschine kümmert und der andere um die Navigation und sonst alles weitere.  Und dieser andere behielt als Kapitän vernünftigerweise auch das Sagen über das ganze Schiff.  Das hat sich bewährt und wurde bald auch von anderen Dampfern so übernommen.  Sicher haben die beiden Freunde kaum vorausahnen können, was sie im Seelenleben nachgeborener Maschinistengenerationen damit angerichtet haben.  Die Folge ist nun dieser ewige Groll der Chiefs, die über drei goldene Kolbenringe an der Uniform nun mal nicht hinauskommen, wo der Kapitän doch vier davon hat.  Manche von ihnen lassen sich trotzig einen halben dazu aufnähen, ha – wo sie doch schließlich das große ‚Inschenjörs’-Patent, das C6 erworben haben.  Aber – dreieinhalb sind nun mal keine vier und das nagt am Selbstbewusstsein.  Bei manchen bohrt das so, dass sie in ihrer tiefen Abneigung gegen die verhassten Decksbauern ihr Maschinenreich sozusagen abschotten.  Zu diesen „manchen“ gehört auch der Chief der WIEN.  Also erstens: Deutliche Distanz zum Alten und zum Chief­mate und überhaupt zu allem, was nicht zur Maschine gehört.  Wichtig: Keinerlei maschineninter­ne Angelegenheiten dürfen nach außen dringen.  Die ganze Maschinengang gibt sich nach außen als kompakt abweisender Block.  Und wenn da unten im Fettkeller noch so viel Mist verbockt worden ist – kommt ja immer mal vor – so darf doch kein Sterbenswörtchen nach außen dringen.  Sonst drohen Ächtung, Überstun­denstopp, Sack!  Zum Glück sind das eher die Ausnahmen bei der Seefahrt.  Werden aber mal so genannte Heldentaten vollbracht, dann wird das gleich so abgefeiert, dass die ‚blöden Decksbauern’ das auch ja merken, jawollja!

Also, zu dieser Spezies Chief Inscheniör gehört auch dieser Chief.  Ein riesengroßer Kerl mit einem riesengroßen geröteten, rübenförmigen Schädel drauf.  Einer, der alles, was nicht Maschine ist, glatt übersieht.  Am liebsten noch sozusagen versehentlich glatt über den Haufen trampelt.  Man hat auch keine Chance gegen den, der ist bärenstark, der Kerl.  Das demonstrierte er noch in Hamburg, als er sah, wie sich zwei seiner Heizer bei der Ausrüstungsübernahme etwas ungeschickt mit einer gefüllten Gasflasche abmühten.  Griff sich ergrimmt von dem Stapel Acetylenflaschen zwei Stück – unter jeden Arm eine – und marschierte damit los zum Maschineneingang.  So!  Wirft einen verächtlichen Blick zurück auf seine Heizer, lehnt die Buddels an das Schott und verschwindet von Deck...


 Leseprobe:

 An Deck der WIEN fahren hier zwölf Mann plus Scheich und Blau...

Der Bootsmann heißt Schorsch, und der ist ein Tier!  Hapag-weit bekannt, oder besser berüchtigt unter dem Namen Chicken-Schorsch.  Das Tier beeindruckt durch seinen fassartig monströsen Körper.  Breiter fleischiger Schädel – wirkt ähnlich wie bei Franz-Josef Strauß, so zwischen die Schultern eingesetzt.  Der breite Schnauzer verdeckt eine Hasenscharte...

Die Ohrläppchen scheinen verwachsen mit dem Schlüsselbein.  Die Höhe der Stirn über zwei stechenden schwarzen Knopfaugen ist mal gerade zwei Daumen breit.  Die Arme, muskelbepackt, hängen pendelnd weit nach unten.  Unter dem breiten Brustkorb eine gewaltige Wampe.  Getragen wird das Monstrum von zwei kurzen, aber sehr stämmigen Beinen.  Also – bei dem trifft dieser Spruch haargenau ins Schwarze: ‚Sieht aus wie Frankensteins Gesellenstück’.

Schon rein vom Anblick her ist man gut beraten, sich mit diesem Scheich möglichst nicht anzulegen.  Nur so zur Demonstration seiner gewaltigen Körperkraft lässt er sich gelegentlich die große Zwischendeckpersenning von Luke zwei, womit sich sonst vier Mann abmühen, von drei kräftigen Matrosen auf den Buckel wuchten und marschiert dann damit stampfend und schwankend nach vorne ins Kabelgatt.  Das genügt erst mal, sich für die kommende Reise den nötigen Respekt zu verschaffen...

Der Scheich haut einen Schlag Decksbiturol über die grellrote Mennige auf dem abgefahrenen Deck.  Deckrollen gehört zu einem der wenigen ‚aktiven’ Jobs, zu dem sich manche Bootsleute herablassen, und auch unser Chicken-Schorsch lässt sich das nicht nehmen.  Es erfordert kein Denken, strengt nicht an und ist bequem in aufrechter Haltung zu erledigen.  Auch hebt die große frisch gemalte Fläche am Schluss das Selbstwertgefühl.  Ähhh, ja – weil wir gerade dabei sind – wie war das noch mit der Bootsmannsprüfung?  Ganz einfach: Drei Stunden über die Verschanzung gucken, ohne auch nur einmal dabei zu denken…

Schorsch ist vergnügt bei seiner Rollerei auf dem Achterschiff, die offene Holstenbuddel in Reichweite auf dem Handlauf des inneren Betriebsganges abgestellt.  Ist schön schattig da und kann nicht runterfallen.  Ich komme aus der Zimmerhock im achteren Windentempel und bin auf dem Weg nach vorne.  Schorsch grinst mich tückisch an, macht einen kleinen Schlenker mit der Rolle und fährt mir mit dem schwarzen Teer so mal eben voll über den blanken Fuß im Nora-Schuh.  „Ääähhh – Sch…  Nein!  Kein Versehen.  Stützt sich auf die Rolle und grinst mich einfach an.  „Naa“, sagt er so ganz gedehnt und sonst nichts.  Verdammt noch mal, was machst du? denke ich.  Gegen dieses Nashorn kommst du im Leben nicht an…  Knirsche also mit den Zähnen und schlucke die aufkommende Wut runter.  Warte im Gang so kleine zwei Minuten – außerhalb seines Sichtbereiches.  Er genießt den Fahrtwind auf dem dicht behaarten Gorilla-Rücken; rollt weiter mit Blick nach achtern.  Was tun?  Die Bierbuddel!  Das isses!  Dem sollte man da mal reinpi…  Ach Quatsch, wer bin ich denn?  Ich schleiche mich in die Pantry, greife mir die Buddel mit dem Spülmittel, ein Schuss von dem Zeug rein ins Bier, und schon ist das Holsten ordentlich veredelt.  Und leise zurück gestellt.  So mein Freund! – Nu aber nix wie weg.  Ich suche mir vorne ein Stück Rappeltuch und mit Verdünnung befreie ich jetzt den Nora-Schuh und meinen Fuß von dem Teerzeugs.  Die Haut hat schon zu brennen begonnen, was durch die Verdünnung noch verstärkt wird.  Saukerl!  Gehe in unseren Waschraum, lasse dabei die Tür offen.  Schrubbe mir mit Wurzelbürste und Waschpulver den letzten Rest Biturol vom Fuß.  Da!  Nicht zu überhören: Ein Brüller, ein Ekelschrei, gefolgt von wildem Gegrunze.  Rotzt sich jetzt aus, der Sack, da über die Verschanzung.  So, das haste nu davon!  Beweisen kann er mir nichts.  Kann der mir jetzt was wollen?  Nee, also zumindest nicht offen.  Wenn er jetzt einen Aufstand macht gegen mich, dann kommt ja auch raus, wieso und warum.  Dann hat er auch den Spott der Crew am Hals.  Aber, ich muss mächtig aufpassen, dass er mich nicht alleine irgendwo abfasst!...

 


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